Buchrezension zu Superfans

,,Superfans'', geschrieben von Angela Hüsgen, erschien am 28.2.2017 im Südpol Verlag.
Gebundene Ausgabe: 12,90€


Inhalt:
Die drei Mädchen Pia, Antonia und Philine haben sich nur dank einer Person kennen gelernt, dem neuen Popstar Kenny. Zu dritt verfolgen sie jedes Konzert von ihm und zuletzt das, bei welchem er betrunken von der Bühne genau auf sie zufällt. Seine Karriere? Hängt am reißendem Fanden! Die Mädchen dachten, sie könnten ihn mitnehmen in ein Ferienhaus, damit er sich von dem ganzen Stress, dem Alkohol und den Drogen erholen kann. Doch wird das klappen? Gibt es unter den Freundinnen Streit, da jede Kenny verehrt? Und was hat das ganze mit Kennys Vergangenheit zu tun? Das Lese selbst;).


Gestaltung:
Was mich auf das Buch zuerst aufmerksam gemacht hat, war das Cover. Es wurde zwischen Farben, Symbole, Schriftarten perfekt gewechselt und bildet eine harmonische Gestaltung im Stil für Jugendliche. Das weiße T-Shirt, des Sängers Kenny, strahlt neben dem stark betonten Orange eine gewisse Friedensbotschaft und Macht aus, welche dem Star in dem Fall wohl auch gegenüber den jungen Mädchen gehört. Zudem wurde es mit den gekritzelten Sternchen und Herzchen zu einem Cover, welches das freche und gefühlsvolle Buch (vom Glauben her) ausmacht.
Der Titel passt zu dem Buch und weißt genauso wie der Klappentext spannend auf das Thema/ die Geschichte hin. Alles in einem, ist die Gestaltung und der Klappentext, sowie der Titel, perfekt aufeinander abgestimmt.




Schreibstil/ Allgemeines:
Das Buch mit 157 Seiten hat mich von Anfang an gefesselt, da es dank dem Schreibstil leicht und flüssig zu lesen ist. In dem ersten Abschnitt des Buches wird man als Leser in die Welt der drei Mädchen hineingeführt. Relevante Informationen werden in diesem Abschnitt durch Rückblenden erzählt, wobei man nie die Übersicht zwischen den Zeiten verliert. In dem zweiten Abschnitt fängt die Geschichte richtig an und baut Spannung auf ,welche bei dem letzten Abschnitt noch eine enorme Portion drauf bekommt. Dieser Abschnitt ist von spannenden Ereignissen voll und für meinen Geschmack wurde hier auch zu wenig beschrieben, sodass diese Ereignisse sich nicht ganz so real anfühlen, wie die vorherigen. Doch dadurch erzielte man pure Spannung, sodass man nicht mehr aufhören kann, weiter zu lesen. Die Geschichte wird aus Pias Sicht beschrieben, enthält aber auch Informationen aus der außenstehenden Welt. Die Sprachwahl entspricht einer leichten Jugendsprache ohne zu verfremdeten Wörtern.




Personen: -Achtung! Spoiler!-
Die Personenkonstellation in diesem Buch hat mich überrascht. Zwar sind in dieser Geschichte nicht allzu viele Personen zu finden, aber sie reichen von den verschiedensten Gefühlsbereichen.

Pia war mir von Anfang an am sympathischsten, da sie eine Person ist, die viel nachdenkt und probiert das Richtige zu tun. Sie will das Haus und die Beziehungen zu Menschen auf ihre ordentliche Weise zusammen- und aufrecht halten. Doch im Laufe des Buches wird ihr auch selbst klar, dass man manchmal einfach mal was tun muss, um voran zu kommen.

Philine ist eine selbstsichere Person. Ich will gar nicht wissen, was sie alles schon durchgemacht hat und es auf die leichte Schulter genommen hat. Am Anfang fand ich sie gewöhnungsbedürftig, welches sich aber im Laufe besänftigte. Sie behält die Fakten auf dem Tisch und reagiert manchmal ohne drüber nach zudenken (und gelegentlich auch angriffslustig). Sie ist ein starkes Mädchen, welcher nichts im Weg steht und ihr Leben lebt.

Antonia ist ein Mädchen, welches ich manchmal in mir selber sehe. Sie sucht Schutz bei anderen Menschen und lässt wichtige Dinge lieber ihnen überlassen. Doch durch das Abenteuer wächst sie schnell heran und macht etwas aus sich. Neue Haare, neue Gewohnheiten und Lernen. Sie hat ihren Wendepunkt erlebt.

Kenny ist ein Popstar, der nach einer gewissen Zeit die Kontrolle zum Alkohol und Drogen verliert. Er stürzt ab. Doch seine Vergangenheit ist da nicht ganz unbeteiligt. Er hatte sich als Kind nicht ganz unter Kontrolle, doch das gab mir nicht den Ausschluss ihn deswegen unverantwortlich zu finden. Denn als Kind macht man Sachen, die Fehler waren (heißt ja nicht umsonst, dass Erwachsene die Verantwortung für ihre Kinder tragen). Es war gewagt, was er tat, aber nach meiner Meinung war es aus Freundschaft und dem Gefühl etwas Falsches getan zu haben.

Gretel ist eine Person, die wahrscheinlich von vornerrein etwas gestört war und nicht die Kraft hatte, sich aus diesem Schlamassel zu befreien. Ich kann verstehen warum sie so in ihrer Kindheit reagiert hatte, doch ob das die gerechte Strafe für den Typen war, ist mir fraglich.

Weitere Nebencharaktere sind nicht viel beschrieben wurden wie die Eltern der Teenager, Malte, Pias Oma, der Manager von Kenny, der Wirt und sein Sohn und und und...

Insgesamt war das eine schöne Mischung aus allem und machte Spaß beim Lesen. Mein Lieblingscharakter ist wahrscheinlich Pias Oma. Sie nahm das alles so flockig, lebt ihren eigenen Lebensstil und ihre Lauge ist ja wohl der Hammer:)!




Fazit:
Da das Buch Themen wie Drogen, Alkohol usw. behandelt, passt das Buch eher zu älteren Teenager und keine im Alter von 10/11/12 Jahren. Doch da das Buch so ein umfangreiches Personensystem hat, ist für jedem die richtige Person dabei, deren Verhaltensweise auch dem des Lesenden gleichen.
Ein Buch mit überraschenden Wendungen- perfekt für Jugendlich oder Erwachsenen als kurze Abendvergnügung:):

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